Freiwillige Freiheit

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Was macht eigentlich ein Interim Manager? Und was treibt ihn an? Vor allem die zweite Frage wird uns immer wieder gestellt von Kunden, die einen unserer zahlreichen Freelancer für einen Auftrag buchen. Wir geben Antworten.

Zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre Berufserfahrung in festen Strukturen, so sieht nicht selten der Lebenslauf eines Interim Managers aus, bevor er die Entscheidung trifft, sich selbstständig zu machen. Auf der Suche nach Freiheit, Veränderung und Abwechslung bietet dieses Berufsbild vielen nach der Zeit in kleinen Unternehmen oder großen Konzernen die ideale Perspektive. Die Möglichkeit, die zahlreichen Qualifikationen und das über Jahre gesammelte Wissen und die Erfahrungen nicht nur an einem Ort, sondern in unterschiedlichen Kontexten einzubringen und damit verbessern und gestalten zu können, locken die Interim-Manager in das scheinbar unstete Leben eines Freiberuflers.

Oft kommt es vor, dass der letzte Arbeitgeber dabei der erste Auftraggeber ist. Was zunächst paradox erscheint, ergibt Sinn auf den zweiten Blick: Durch seine mitunter jahrelange Kenntnis der Unternehmensstrukturen und -prozesse aus interner Sicht ist der ehemalige Angestellte als neuer Berater natürlich ideal geeignet. Felix Rook, Geschäftsführer für den Bereich Interim Management bei Vires Conferre sagt dazu:

Die Wahrnehmung und die Rolle derselben Person im Unternehmen verschieben sich: Bestand die Aufgabe vorher in gewisser Weise darin, sich im System anzupassen, verwandelt sie sich für den nun Externen darin, die Schwächen zu identifizieren, offenzulegen und konstruktiv an der Beseitigung mitzuarbeiten.

Bei den weiteren Aufträgen für andere Auftraggeber ist auch ein gewisser Sportsgeist Ansporn für die Freelancer. Wenn Interim Manager beispielsweise engagiert werden, um strauchelnde Unternehmen am Rande einer Insolvenz zu retten, kann dies eine große Arbeitsmotivation darstellen. Profile solcher Freelancer sind am Markt stark gefragt.

Das leichte Mitleid, das uns bei Kunden gelegentlich darüber begegnet, dass die Betreffenden ohne Festanstellung ihr Dasein fristen müssen, wandelt sich dann schnell in Erstaunen, wenn wir mitteilen, dass sie Glück gehabt haben, im Terminkalender unseres Freiberuflers überhaupt untergekommen zu sein.

So zum Beispiel im Falle von *Carsten Warmschmidt. Der gelernte Betriebswirtschaftler, Steuerberater und Certified Public Accountant war zunächst viele Jahre als festangestellter Prüfungsleiter einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig, wo er unter anderem für die Prüfung von Einzel- und Konzernabschlüssen zuständig war. Sein Weg führte ihn anschließend für einige weitere Jahre in große Konzerne, hier sammelte er Führungserfahrung als Controller und schließlich als Head of Finance und war für die steuerliche Leitung des Unternehmens verantwortlich.

Seitdem er den Sprung in die freiberufliche Tätigkeit wagte, ist er in verschiedenen Branchen und Bereichen als Finance Manager und Berater tätig, von Medien über Immobilien bis hin zu Consumer Electronics. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen: „Meine Entscheidung, in die Selbstständigkeit zu wechseln, habe ich nie bereut, im Gegenteil. Die Kunden, für die ich arbeite und ihre Projekte sind so unterschiedlich, dass es jedes Mal neue Herausforderungen und Learnings gibt. Langeweile kommt bei mir so gut wie nie auf.“

*(Name von der Redaktion geändert)

Felix Rook

Felix Rook

Geschäftsführer
Interim Management

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